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Das Chorjahr 2016 begann mit einem Paukenschlag

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Als wahrer Paukenschlag erwies sich der Chormusik-Kongress vom Chorverband Rheinland-Pfalz, der gemeinsam mit dem FDB-Chorleitersymposium am 23. und 24. Januar 2016 im Landesmusikgymnasium Montabaur stattfand. Hochzufriedene Teilnehmer, die voll des Lobes waren, und ein Chorverband der einmal mehr positiv im Mittelpunkt des Geschehens stand.

„Selten haben wir auf eine Veranstaltung derartig viele, durchweg positive Reaktionen erhalten, wie zu diesem Kongresswochenende“, freut sich ChorverbandsprĂ€sident Karl Wolff. Auch Verbands-Chorleiter Michael Rinscheid zeigte sich Ă€ußerst zufrieden, sowohl was die QualitĂ€t der Workshops anging, als auch zur ausgesprochen hohen Teilnehmerzahl: „Wir hatten mit 150 bis 200 Teilnehmern gerechnet“, sagte er. „Dass am Schluss aber rund 300 Teilnehmer am ersten und 200 am zweiten Tag die Workshops besuchten ĂŒbertraf unsere Erwartungen bei weitem.“ Im GesprĂ€ch mit der regionalen Presse bezeichnete Rinscheid das Kongresswochenende gar als das Beste, was der Chorverband in zwei Jahrzehnten auf die Beine gestellt habe. Einzelne Workshops waren so gut frequentiert, dass man kurzerhand die Teilnehmergruppen aufteilen musste und den zweiten Workshop am Nachmittag anbot.

Begeisterte Teilnehmer
Eine ambitionierte Chorleiterin resĂŒmierte: „Ich bin 62 Jahre alt. Warum tue ich mir das an? Fortbildung immer noch?! Ja, immer noch. Als Chorleiterin, Stimmbildnerin und Dozentin muss ich ununterbrochen liefern. Es tut unendlich gut sich einmal zurĂŒckzulehnen und andere machen zu lassen. Vieles, was man schon einmal gehört hat, verblasst mit der Zeit, manchmal wird man im tĂ€glichen Kampf etwas mĂŒde. Nach so einem Wochenende sind die Batterien wieder aufgeladen, der alte Schwung ist wieder da.“

„Das muss unser Ziel sein“, so Wolff, „Chorleiter zu neuem Tun und Handeln anzuregen. Möglichkeiten aufzuzeigen, Chormusik neu darzustellen und sie vor allem fĂŒr das Publikum attraktiv zu machen. Denn wir singen zwar weil es uns Freude bereitet, jedoch muss dieser Funke auch bei einer Chorveranstaltung auf das Publikum ĂŒberspringen. Es gibt eine bekannte Redensart: ‚Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.‘ Jeder Chor ist WerbetrĂ€ger fĂŒr sich selbst, vor allem aber auch fĂŒr das Singen im Chor. So muss also der Auftritt das Publikum begeistern und — idealerweise — den Zuschauer/die Zuschauerin dazu animieren, selbst im Chor mitsingen zu wollen.“

Höchste Anerkennung fĂŒr die Dozenten
Zur Reihe der international renommierten Fachdozenten gehörten bekannte Namen. So der schwedische Chorleiter Robert Sund wie auch Prof. Michael Schmoll, Claudia RĂŒbben-Laux, der Komponist Wolfram Buchenberg, Willi Kastenholz, Miriam Umhauer, Krystian Skoczowski, Dorothee Fontain, Prof. Dr. Hans Frambach, Miriam SchĂ€fer und Prof. Matthias Beckert. Aus dem Gebiet des Chorverbandes Rheinland-Pfalz referierten Tobias Simon, JĂŒrgen Faßbender und Angela Siry. Alle Dozenten begeisterten in ihren Workshops sowohl gestandene Chorleiter als auch ambitionierte SĂ€nger in gleichem Maße. Ob bei Gehörbildung, Stimmbildung, Choreographie oder dem Kennenlernen neuer Literatur — jeder der Teilnehmer bestĂ€tigte, viele neue Impulse erhalten und sehr viel Neues fĂŒr sich mitgenommen zu haben.

Erstklassige Ensembles, glanzvolle Konzerte
Die Konzerte an beiden Tagen waren die qualitative FortfĂŒhrung der Tagesworkshops. Einhellig positiv war daher auch das Echo der Konzertbesucher.
Am Abend des ersten Kongresstages stand in der Aula des Musikgymnasiums ein Konzert mit dem europaweit bekannten Quartett „Quartonal“ auf dem Plan. Selbst ein King’s-Singers-Mitglied schilderte zu „Quartonal“, wie tief beeindruckt man von der Ausgewogenheit, der Harmonie und dem musikalischen Niveau dieses Quartetts und seiner SĂ€nger war. Und „Quartonal“ bestĂ€tigte diesen Eindruck und seinen Ruf als eines der besten deutschen Vokalensembles. Mit einem Titelmix der von der Renaissance bis zur populĂ€ren Chormusik reichte, ĂŒberzeugten Sönke Tams Freier, Christoph Behm, Mirko Ludwig und Florian Sievers mit höchster PrĂ€zision ihrer fein aufeinander abgestimmten Tonlagen: Bass, Bariton, zweiter Tenor und der erste Tenor, der auch die Counterparts ĂŒbernahm.

Am Sonntagnachmittag fand das das begeisternde Abschlusskonzert in der Elgendorfer Mehrzweckhalle mit rund 300 Besuchern statt. Jessica Burggraf legte mit ihren „Singsations“ eine Ă€ußerst starke Eröffnung vor. Der aus Limburger Domsingknaben gegrĂŒndete Chor „Cantabile Limburg“ spannte den qualitativen Bogen weiter. Unter der Leitung von JĂŒrgen Faßbender boten die 18 MĂ€nner einen klangvollen Sound in allen Teilen ihres anspruchsvollen Programms. „Belcanto“, der Chor von Michael Rinscheid, bildete den glanzvollen Abschluss. Die SĂ€ngerinnen und SĂ€nger ĂŒberzeugten mit lupenreiner Intonation, mit Dynamik und Esprit in allen ChorstĂŒcken.
Dieses Abschlusskonzert hinterließ nur restlos begeisterte Zuschauer. „Das war ein echtes Fest fĂŒr Auge und Ohr“, zeigte sich ein Konzertbesucher begeistert.

Dieter Meyer
Referent Presse/Kommunikation
im Chorverband Rheinland-Pfalz e.V.

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